Moschee in algerischer Hauptstadt ist eine der größten der Welt - Papst verweist in kurzer Ansprache auf seinen "geistlichen Vater" Augustinus
Algier, 13.04.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat die Große Moschee in der algerischen Hauptstadt Algier besucht. Begleitet vom Rektor der Moschee, Mohamed Mamoun Al Qasimi, und weiteren muslimischen Vertretern besichtigte er am Montag das riesige Bauwerk und verweilte dort einige Augenblicke schweigend. Im Besucherbuch des Gotteshauses trug er sich in französischer Sprache mit dem Satz ein: "Möge das Erbarmen des Allerhöchsten das edle algerische Volk und die gesamte Menschheitsfamilie in Frieden und Freiheit bewahren."
Bei einer kurzen Ansprache verwies der Papst auf seinen "geistlichen Vater" Augustinus (354-430), Bischof von Hippo nahe der heutigen algerischen Küstenstadt Annaba. Am Dienstag wird Leo XIV., selbst Mitglied des Augustinerordens, die dortige archäologische Stätte besuchen.
Augustinus habe gelehrt, dass Gottes Ebenbild in jedem Mann und jeder Frau zu erkennen sei. "Für uns bedeutet das, dass es sehr wichtig ist zu lernen, mit Achtung vor der Würde jedes Menschen zusammenzuleben", betonte der Papst. Das Treffen in der Moschee zeige, dass es möglich sei, in gegenseitigem Respekt und Harmonie eine friedliche Welt aufzubauen.
Zweiter Moschee-Besuch von Papst Leo
Es war bereits der zweite Moschee-Besuch von Papst Leo in seinem knapp einjährigen Pontifikat. Ende November hatte er die Blaue Moschee in Istanbul besucht. Die erste Visite eine Papstes in einer Moschee fand vor 25 Jahren statt. Damals besuchte Johannes Paul II. am 6. Mai 2001 die historische Umayyaden-Moschee in der syrischen Hauptstadt Damaskus.
Die Große Moschee in Algier wurde 2024 eröffnet und bietet in ihren verschiedenen Gebäuden Platz für 120.000 Gläubige. Ihr Minarett ist das höchste je gebaute, angeschlossen ist ein Kultur- und Kongresszentrum.
(Kathpress-Schwerpunkt mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Afrika-Reise von Papst Leo abrufbar unter www.kathpress.at/papst-in-afrika)
Algerien ist erste Station der elftägigen Afrikareise von Leo XIV. - Papst: "Lasst uns die Oasen des Friedens vermehren, die Ursachen der Verzweiflung anprangern und beseitigen, gehen wir gegen diejenigen vor, die aus dem Unglück anderer Profit schlagen!"