Leo XIV. feiert am Montag in Saurimo in Bergbauprovinz Lunda Sul Gottesdienst unter freiem Himmel
Luanda, 20.04.2026 (KAP) Am achten Tag seiner Afrikareise besucht Papst Leo XIV. am Montag in Angola ein wichtiges Zentrum der umstrittenen Diamantenindustrie. In der Stadt Saurimo in der Bergbauprovinz Lunda Sul will er einen Gottesdienst unter freiem Himmel mit Zehntausenden Menschen feiern und ein Seniorenheim besuchen.
Für das im Bürgerkrieg sehr umstrittene Diamantengeschäft Angolas ist Saurimo von herausragender Bedeutung. Dort entsteht ein neues Entwicklungszentrum, das unterschiedliche Bereiche der Diamantenindustrie zusammenbringen soll. Angola will durch die industrielle Verarbeitung der Diamanten im eigenen Land größere Teil der Wertschöpfungskette an den kostbaren Edelsteinen für sich abzweigen.
Angola ist einer der drei größten Diamantenlieferanten unter den Ländern Afrikas. Im Bürgerkrieg von 1975 bis 2002 war der Zugang zu Diamanten und Öl entscheidend für die Finanzierung der jeweiligen Bürgerkriegsarmeen. Bei mehreren früheren Stationen seiner Afrikareise hat der Papst die Ausbeutung der Rohstoffe des afrikanischen Kontinents durch fremde Mächte und die Verwendung der Profite für Kriege scharf kritisiert.
Am Dienstag nach Äquatorialguinea
Nach dem Besuch in Saurimo trifft der Papst am Abend die katholischen Bischöfe des Landes in der angolanischen Hauptstadt Luanda. Am Dienstag fliegt er weiter nach Äquatorialguinea, der vierten und letzten Station seiner elftägigen Afrikareise.
(Kathpress-Schwerpunkt mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Afrika-Reise von Papst Leo abrufbar unter www.kathpress.at/papst-in-afrika)
Leo XIV. stellt klar: Ansprachen für aktuelle Besuche in vier afrikanischen Ländern waren bereits fertiggestellt "bevor sich der Präsident überhaupt jemals zu mir und meiner Friedensbotschaft geäußert hatte"
Angola ist das größte und rohstoffreichste der vier Länder, die Papst Leo XIV. auf seiner langen Afrikareise besucht - Gleich zu Beginn benannte er am Samstag die dortigen Probleme und sparte nicht mit Kritik an den Herrschenden