Nuntius in Angola: Afrika als "gleichberechtigten Partner" sehen
23.04.202611:53
Angola/Vatikan/Kirche/Papst
Vatikandiplomat Dubiel nach Besuch von Leo XIV.: Papst hinterlässt viel positive Energie und die Ermutigung, an von der Kirche vertretenen Werten festzuhalten
Luanda/Rom, 23.04.2026 (KAP) Nach dem Papstbesuch in Angola hat der päpstliche Nuntius in dem Land die Gleichberechtigung Afrikas in der Welt betont. "Afrika hat das Recht, als gleichberechtigter Partner anerkannt zu werden. Es ist nicht nur ein Kontinent, der Interesse weckt, sondern auch einer, der der Welt eine Botschaft vermitteln kann", sagte Erzbischof Kryspin Dubiel gegenüber "Vatican News". Papst Leo XIV. besuchte Angola im Südwesten Afrikas vom 18. bis 21. April.
Afrika lebe Werte, die heute oft verloren gingen, wie zum Beispiel den Wert der Familie, sagte der aus Polen stammende Vatikandiplomat. Er betonte auch die Bedeutung der Jugend in Angola, die zahlreich an den Veranstaltungen mit dem Papst teilnahm.
Der Nuntius wies auf die wichtige Rolle der Katecheten in der angolanischen Kirche hin. Sie kümmerten sich um Gemeinden, die Priester nicht erreichen. "Einer der Bischöfe erzählte mir, dass er ein Dorf besucht habe, in dem seit fünf Jahren keine Heilige Messe mehr gefeiert worden sei", schilderte Dubiel. Die Katecheten dienten den Gemeinden oft ohne finanzielle Unterstützung aus innerer Überzeugung und dem Wunsch, am Leben der Kirche teilzuhaben.
Viel Ermutigung durch Papst-Besuch
Dubiel setzte sich nach eigenen Angaben auch persönlich dafür ein, dass der Papst während des Angola-Aufenthalts auch Saurimo besuchte, eine Region mit vielen armen Menschen trotz natürlicher Reichtümer. Dort seien nur etwa zwölf Prozent der Bevölkerung katholisch und viele Menschen dem Einfluss von Sekten ausgesetzt, so der Erzbischof.
Der Besuch des Papstes habe in Angola "viel positive Energie, guten Willen und die Ermutigung hinterlassen, weiterhin an den Werten festzuhalten, die von der katholischen Kirche verkündet werden", fasste der Nuntius zusammen. Leo XIV. habe dazu ermutigt, nicht passiv zu bleiben, sondern den Glauben im täglichen Leben zu bekennen und zu leben.
(Kathpress-Schwerpunkt mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Afrika-Reise von Papst Leo abrufbar unter www.kathpress.at/papst-in-afrika)
Leo XIV. predigt bei Gottesdienst in Bergbaustadt Saurimo in Angola gegen Ungerechtigkeit und Gewalt - "Wenn Ungerechtigkeit die Herzen verdirbt, wird das Brot aller zum Besitz einiger weniger"