Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
'Engelaufziehen' in Steinbichl
Feiertag
Bild Copyright: © Anton Wieser

40 Tage nach Ostern: Christen feiern Christi Himmelfahrt

11.05.2026 13:03
Österreich/Kirche/Glaube/Religionsfest oder Feiertag/Bibel/Brauchtum
Festgottesdienste in allen Pfarrgemeinden und Domkirchen - Bittgänge, "Heiland aufziehen" und "Engeletanz" zählen zum Brauchtum in Kärntner und Tiroler Pfarren
Wien, 11.05.2026 (KAP) 40 Tage nach Ostern feiern die Christen am Donnerstag (14. Mai) das Fest Christi Himmelfahrt. Das Hochfest zählt zu den ältesten christlichen Festen. Gefeiert wird die leibliche Aufnahme Jesu in den Himmel, womit die Gläubigen den österlichen Glauben an die Auferstehung bekräftigen.

Festgottesdienste gibt es in allen Pfarrgemeinden und auch den Domkirchen des Landes: so etwa um 10.15 Uhr mit dem Wiener Erzbischof Josef Grünwidl im Stephansdom, um 10 Uhr im Innsbrucker Dom, um 10 Uhr mit Weihbischof Hansjörg Hofer inklusive Gebärdendolmetscherin im Salzburger Dom und um 10 Uhr mit Domrektor Bischofsvikar Slawomir Dadas im Linzer Mariendom. Ein besonderes Brauchtum pflegen einige Tiroler und Kärntner Pfarren: Beim sogenannten "Heiland-Aufziehen" oder dem "Engeletanz" gibt es dort den "zum Himmel schwebenden Christus zum Anschauen".

Nach der Auferstehung, so berichten Lukasevangelium und Apostelgeschichte, erschien Jesus seinen Jüngern vierzig Tage lang, bevor er vor ihren Augen emporgehoben wurde und eine Wolke ihn ihren Blicken entzog. In Tirol und Kärnten lebt mancherorts rund um den Feiertag auch ein Brauch weiter, der die "Himmelfahrt" symbolisch nachstellt: In Kirchen wird eine Christusfigur im Kirchenraum an Seilen hochgezogen und verschwindet durch eine Öffnung in der Decke - oft "Heilig-Geist-Loch" genannt. Premiere feiert der Brauch heuer in der Tiroler Pfarre Nassereith, wo die Figur des auferstandenen Herrn erstmals feierlich "aufgezogen" wird.

Bittgänge und Engeletanz

In vielen ländlichen Gemeinden haben sich außerdem die Bitttage erhalten: kurze Bittgänge in den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt, bei denen Anliegen vor Gott gebracht und um Schutz und Segen gebetet wird. In der Diözese Innsbruck findet etwa am Montag (11. Mai) um 18.30 Uhr ein Bittgang von der Murkapelle zur Inzinger Pfarrkirche oder am Dienstag (12. Mai) um 18.30 Uhr ein Bittgang von Salchegg zur Ginzeleitkapelle mit anschließenden Messen statt.

In den Kärntner Pfarren wird ebenso der Brauch des "Heiland-Aufziehens" und des Engeltanzes gepflegt. So wird etwa in der Pfarre Rangersdorf bei der hl. Messe um 10 Uhr eine Christusstatue mit zwei Engeln emporgezogen, weshalb diese vermutlich aus der Barockzeit stammende Tradition im Volksmund auch "Engele Auftanzen" genannt wird.

In St. Lorenzen in der Reichenau werden während der hl. Messe um 8 Uhr zwei Engel mit einer brennenden Kerze aus einer Luke im Chorraum herabgelassen. Die barocke Holzfigur des Auferstandenen wird zwischen den Engeln befestigt, die dann in Drehbewegung versetzt und unter Glockengeläute wieder hochgezogen werden und gleichsam in den Himmel tanzen, kündigte die Diözese Gurk an.

Die Pfarre Radweg lädt heuer erstmals zum "Christi Himmelfahrtsspiel" der Radweger Dorfkinder mit "Heiland-Aufziehen" ein. Im Rahmen der hl. Messe am Donnerstag, dem 14. Mai, um 8.45 Uhr werden Kinder der Dorfkindergemeinschaft Radweg das Himmelfahrtsspiel mit Lied und Text zur Aufführung bringen und dabei eine lebensgroße Christusstatue aus Pappe, die die Kinder gestaltet haben, emporziehen.

Die Erzdiözese Salzburg lädt zu den feierlichen Gottesdiensten und musikalisch besonders gestalteten Feiern zu Christi Himmelfahrt ein. Bereits am Mittwoch, 13. Mai, wird um 18 Uhr eine feierliche Vesper mit Weihbischof Hansjörg Hofer gefeiert. Am Abend endet der Festtag um 18 Uhr mit einer Pfingstnovene am Pfingstaltar im Dom.

"Fest des Loslassens"

Als "Fest des Loslassens" beschreibt Silvia Hagleitner, Professorin für Religionspädagogik an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, Christi Himmelfahrt: "Jesus wurde gekreuzigt, er ist auferstanden, und nun begreifen seine Jüngerinnen und Jünger, dass es einen Neuanfang braucht." Die Freunde Jesu würden an diesem Tag aus ihrer Trauer heraus- und in jene Rolle hineinfinden, die Jesus ihnen überantwortet habe. "'Ihr werdet meine Zeugen sein', sagt er. Also: Ich habe euch alles gesagt und gezeigt, und jetzt seid ihr dran, jetzt kommt es auf euch an!" Jesus sei kein "Guru", dessen Lehre an ihm allein hänge. Vielmehr trage er seinen Anhängern auf, diese weiterzugeben.

Viele Kinder empfangen an Christi Himmelfahrt auch zum ersten Mal die heilige Kommunion. In der Vorbereitung auf die Spende des Sakraments wird auch versucht, den Kindern eine Antwort auf die Fragen "Wo ist Jesus jetzt?" und "Warum kann ich ihn nicht sehen?" zu geben, erklärte Anna Ljubas, Referentin für Erstkommunion, Team Kinder/Katholische Jungschar der Diözese Linz. "Kinder suchen nach etwas, das Bestand hat - nach Nähe, nach Gemeinschaft, nach Freundschaft." Die Eucharistie sei ein "angreifbares Zeichen" dieser bleibenden Freundschaft mit Jesus.

Vorbereitung auf Pfingsten

Christi Himmelfahrt wurde erst ab dem 4. Jahrhundert als eigenständiges Fest 40 Tage nach Ostern gefeiert. Davor wurde die Himmelfahrt des auferstandenen Jesus zu Pfingsten mitgefeiert. Die Zahl der 40 Tage hat eine besondere Bedeutung. Die Zahl 40 kommt in der Bibel oft vor (Israeliten wandern 40 Jahre in der Wüste, 40 Tage Versuchung Jesu in der Wüste) und bedeutet die Zwischenzeit vor einem Neubeginn. Auf Christi Himmelfahrt folgt die neuntägige Vorbereitungszeit auf das Pfingstfest (Pfingstnovene).
zurück
Meldungen
Experten: Religiöse Feiertage haben gesamtgesellschaftlichen Wert
Feiertage
25.04.2026 12:42
KA-Vizepräsidentin Renner bei Wiener Fachtagung: Feiertage machen Gemeinschaft erlebbar und ermöglichen Engagement - Kirchenhistoriker Jungwirth: Karfreitag ist "stiller Feiertag für alle"
Fragen und Antworten rund um das Osterfest
02.04.2026 07:00
Im Mittelpunkt von Ostern steht die Auferstehung von den Toten - Fragen und Antworten rund um das größte und wichtigste Geheimnis des christlichen Glaubens

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen