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Personelle Neuerungen bei Internationalem Mauthausen Komitee

11.05.2026 12:34
Österreich/Kirche/Holocaust/Mauthausen-Komitee/Personalia
Früherer Generalsekretär der Katholischen Aktion Österreich, Pumberger, neuer Generalsekretär des Internationalen Mauthausen Komitees
Linz, 11.05.2026 (KAP) Im Vorfeld der Befreiungsfeier in Mauthausen am Sonntag hat das Internationale Mauthausen Komitee (CIM) seine Generalversammlung abgehalten. Dabei wurde der Luxemburger Guy Dockendorf erneut zum Präsidenten des Komitees gewählt. Neuer Generalsekretär ist Josef Pumberger, Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). Pumberger war viele Jahre Generalsekretär der Katholischen Aktion Österreich bzw. der Katholischen Männerbewegung und davor u.a. Geschäftsführer der Katholischen Nachrichtenagentur Kathpress.

Das CIM ist die Dachorganisation der nationalen Vereinigungen ehemaliger Mauthausen-Häftlinge und deren Nachkommen, die sich für Erinnerung an die Opfer, für Freiheit und Demokratie und gegen das Wiedererstarken nazistischer und faschistischer Kräfte einsetzen. Es ist auch Mitorganisator der jährlichen zentralen Befreiungsfeier in Mauthausen. Aktuell sind Organisationen aus 22 Ländern Mitglied im CIM.

"Menschenrechte brauchen ein Gedächtnis"

Tausende Menschen haben am Sonntag bei der internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. 81 Jahre nach der Befreiung stand die Veranstaltung unter dem Schwerpunkt "Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus" und rückte damit die Frage nach individueller Verantwortung in den Mittelpunkt.

Kirchlicher Auftakt war Sonntagvormittag ein ökumenischer Gottesdienst in der Kapelle in der Gedenkstätte, der Bischof Manfred Scheuer, die lutherische Bischöfin Cornelia Richter und der orthodoxe Bischofsvikar Ioannis Nikolitsis vorstanden. Am Rande der Gedenkfeier sagte Bischöfin Richter gegenüber dem ORF-OÖ, wie "unendlich wichtig und unverzichtbar" es sei, aus der Geschichte zu lernen: "Wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, dass das auch so bleibt", so die Bischöfin, "denn die Politik driftet weltweit in eine Richtung, die eher auf Ausgrenzung und Abschottung setzt".

In die gleiche Kerbe schlug auch Bischof Scheuer gegenüber dem ORF: "Es ist wichtig zu erinnern, denn Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit und auch die Menschenrechte brauchen ein Gedächtnis, sonst drohen Abstumpfung, Gleichgültigkeit und die Wiederholung", warnte Scheuer.

Junge Katholiken beim Gedenken

Im Rahmen der Gedenkfeier gestalteten hunderte junge Menschen die Jugendkundgebung im ehemaligen Steinbruch des Konzentrationslagers Mauthausen. Organisiert wurde diese von der Katholischen Jugend Oberösterreich, der Sozialistischen Jugend Oberösterreich und der Gewerkschaftsjugend Oberösterreich. Auch die Katholische Jungschar Österreich war beim Gedenkzug vertreten.

Keno Lothring, Vorsitzender der Katholischen Jugend Oberösterreich, brachte die Herausforderung der Auseinandersetzung mit der Tätergeschichte in seiner Gedenkrede auf den Punkt: "Die Täter und Täterinnen waren keine Monster aus einer anderen Welt. Sie waren Menschen. Nachbarn. Nachbarinnen. Väter. Mütter. Söhne. Töchter. Soldaten. Viele von ihnen haben nicht aus blindem Hass gehandelt, viele haben einfach mitgemacht. Sind mitgelaufen. Haben weggeschaut. Befehle befolgt. Sich gesagt: Es ist nicht meine Verantwortung." Lothring erinnerte daran, dass Historikerinnen und Historiker seit Jahrzehnten untersuchen, wie "gewöhnliche Menschen" zu Täterinnen und Tätern werden - und dass die Antwort erschreckend schlicht ist: "schrittweise". Durch kleine Zugeständnisse, durch Schweigen beim ersten Unrecht, durch die "Gewöhnung an das Unnormale, bis es normal erscheint".

Auch Klemens Lesigang, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich, betonte die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns: "Diese Feier ist kein bloßes Gedenken, sondern eine Verpflichtung. Mauthausen führt uns vor Augen, was geschieht, wenn die Würde von Menschen an Bedeutung verliert und demokratische Prinzipien ins Wanken geraten." Es brauche daher Orte der Erinnerung und Mahnung wie Mauthausen. "Es kommt auf uns an, aufmerksam zu bleiben und nicht in Gleichgültigkeit zu verfallen. Es kommt auf uns an, Haltung zu zeigen und unsere demokratischen Werte im Alltag zu leben und zu schützen", so Lesigang.
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