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Petrus auf dem Petersplatz in Rom
Kirche
Bild Copyright: © Kathpress / Henning Klingen

Vatikan warnt Piusbruderschaft vor "schismatischem Akt"

13.05.2026 13:35
Vatikan/Kirche/Konflikte/Piusbruderschaft
Glaubenspräfekt Kardinal Fernández in neuer Erklärung: Von traditionalistischer Priesterbruderschaft angekündigte Bischofsweihen ohne Zustimmung des Papstes hätten Exkommunikation zur Folge
Vatikanstadt, 13.05.2026 (KAP) Der Vatikan bleibt bei seinem Nein zu der angekündigten Bischofsweihe der mit Rom nicht in voller Gemeinschaft stehenden traditionalistischen Piusbruderschaft - und warnt vor den Konsequenzen bei Zuwiderhandlung. Für die Weihe verfügten sie nicht über das entsprechende päpstliche Mandat, schreibt der Leiter der Glaubensbehörde, Kardinal Víctor Manuel Fernández, in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

Daher stelle eine solche Zeremonie einen "schismatischen Akt" dar, erinnert der Glaubenspräfekt. Die formelle Einwilligung in eine Kirchenspaltung sei eine schwere Beleidigung Gottes und ziehe die im Kirchenrecht festgelegte Exkommunikation nach sich, heißt es in der kurzen Mitteilung.

Durch eine Exkommunikation verliert man kirchliche Ämter und nahezu alle Mitgliedschaftsrechte. Den Betroffenen ist dann auch verboten, Dienste in liturgischen Feiern zu übernehmen und Sakramente zu spenden oder zu empfangen.

"Der Heilige Vater bittet in seinen Gebeten weiterhin den Heiligen Geist, die Verantwortlichen der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu erleuchten, damit sie ihre schwerwiegende Entscheidung rückgängig machen", schreibt Kardinal Fernández abschließend.

Unerlaubte Weihen und Gespräche im Vatikan

Anfang Februar hatte der Generalobere der Piusbruderschaft, Davide Pagliarani, die Bischofsweihen für 1. Juli angekündigt. Kurz darauf folgten überraschend Gespräche im Vatikan. Unter der Bedingung, dass die Traditionalisten auf ihre Weihen verzichten, bot Glaubenspräfekt Fernández ihnen einen Dialog über theologische Streitfragen sowie über einen künftigen kirchenrechtlichen Status an. Dieser ist bis heute ungeklärt. Den Vorschlägen erteilte Pagliarani eine Absage - und beharrt weiter auf den Termin der Bischofsweihe.

Die Piusbrüder lehnen die meisten Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab und beharren auf alten Formen des Gottesdienstes. Der Gemeinschaft gehören weltweit mehr als 700 Priester an, die meisten davon in Nordamerika und in Frankreich.

Die angekündigten eigenen Bischofsweihen begründet die Priesterbruderschaft mit der Sorge um ihren Fortbestand. Eine Weihe ohne Zustimmung des Vatikans erscheine in seiner solchen Notlage nur dann unmöglich, wenn das Kirchenrecht rein wörtlich ausgelegt und die gegenwärtige Lage außer Acht gelassen werde, argumentiert der Generalobere Pagliarani.

Genau dies hatte zuletzt bereits auch der frühere vatikanische Glaubenspräfekt Kardinal Gerhard Ludwig Müller u.a. in einem "Communio"-Interview bestritten. Eine Bischofsweihe ohne ausdrückliche Erlaubnis des Papstes sei "mit nichts und von niemandem zu rechtfertigen", so der deutsche Kurienkardinal.

Bereits 1988 waren nach der unerlaubten Weihe von vier eigenen Bischöfen ihr Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991), sowie die Geweihten durch den Vatikan exkommuniziert worden. Benedikt XVI. (2005-2013) hob diese Beugestrafe zwar 2009 auf; zu einer theologischen Einigung mit der Piusbruderschaft kam es aber nicht.
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