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Kardinal Kurt Koch
Bild Copyright: © Paul Wuthe/Kathpress

Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen

16.09.2026 15:57
Vatikan/Israel/Palästina/Kirche/Krieg/Diplomatie
Präsident der Vatikan-Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum sieht Christen angesichts des Gaza-Kriegs in einem schmerzhaften Spannungsfeld
Vatikanstadt, 16.09.2026 (KAP) Im Nahost-Konflikt plädiert der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch für ein ehrliches Gespräch zwischen Juden und Christen. "Viele Christen befinden sich in einem schmerzhaften Spannungsfeld zwischen ihrer Verbundenheit mit dem jüdischen Volk und ihrer ethischen Verpflichtung gegenüber den Leidenden in Gaza, vor allem gegenüber den zivilen Opfern", sagte der Präfekt des Dikasteriums für die Einheit der Christen und Präsident der Vatikan-Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum dem Portal "Vatican News" am Mittwoch.

Unerlässlich sei es gerade in solchen Situationen, den Dialog nicht abreißen zu lassen. "Die Kirche erkennt daher ihre Verpflichtung an, sich für den Frieden sowohl für das israelische als auch für das palästinensische Volk einzusetzen", so Koch weiter. Der Heilige Stuhl sei schon immer davon überzeugt gewesen, dass nur die Schaffung zweier Staaten Frieden im Nahen Osten bringen kann.

Judentum ist "Mutterboden" des Christentums

Zugleich betonte der Kardinal, für einen Christen sei es unmöglich, antisemitisch zu sein. Das Judentum sei der "Mutterboden", aus dem das Christentum hervorgegangen sei. "Man kann kein gutes Familienmitglied sein, wenn man seine Mutter nicht schätzt und liebt", sagte Koch.
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