Parlament in Athen beschließt langfristige Unterstützung bei Projekten zur Erhaltung des kulturellen Erbes des Patriarchats
Athen/Bonn, 19.09.2026 (KAP/KNA) Das griechische Parlament hat eine langfristige Finanzierung zum Schutz des kulturellen Erbes des griechisch-orthodoxen Patriarchats von Jerusalem gesichert. Das berichtet der Hintergrunddienst der Katholischen Nachrichtenagentur KNA in seiner aktuellen Ausgabe. Schon am 9. September ratifizierte demnach der griechische Gesetzgeber ein Memorandum, jährlich eine Million Euro in Erhaltungsprojekte fließen zu lassen. Damit wird eine Vereinbarung gebilligt, die das Außen- und das Kulturministerium in Athen sowie das orthodoxe Patriarchat in Jerusalem bereits im Juni unterzeichnet hatten.
Der Vertrag läuft über zehn Jahre und kann verlängert werden, wenn beide Seiten nach gemeinsamer Überprüfung zustimmen. Die jährliche Finanzierung erfolgt zu gleichen Teilen aus Beiträgen der beiden Ministerien und fließt in konkrete, schriftlich vereinbarte Projekte. Dies umfasst eine breite Palette der Bestände des Patriarchats: Schreine, Kirchen und Klosteranlagen, Kunstwerke und Reliquien sowie das Historische Archiv und die Patriarchal-Bibliothek.
Die geplanten Arbeiten umfassen wissenschaftliche und technische Studien, Konservierungs- und Restaurierungsprojekte, digitale Kartierung und Dokumentation von Denkmälern und besonders Reliquien sowie die Erhaltung und Digitalisierung von Manuskripten und Drucken. Alle Arbeiten sollen die historische, administrative und kanonische Unabhängigkeit des Patriarchats respektieren, wobei das Patriarchat in Zusammenarbeit mit den beiden Ministerien Prioritäten setzt.