Kirchenoberhaupt äußerte sich während Flug nach Paris vor Journalisten zur Lage in der spanischen Nordafrika-Exklave und auch zum Hausverbot des Weißen Hauses für mehrere US-Medien
Paris, 25.09.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat die Lage in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta nach dem massenhaften Ansturm von Migranten als "echte humanitäre Krise" bezeichnet. Auf dem Flug von Rom nach Paris am Freitagvormittag sagte er den mitreisenden Journalisten, dass er die dortigen Vorgänge seit dem ersten Tag verfolge. Diese Krise habe verschiedene Ursachen. Man müsse etwas tun, um solche Ereignisse künftig zu vermeiden.
Der aus den Vereinigten Staaten stammende Papst äußerte sich im Zuge der Begrüßung der mehr als 80 mitreisenden Medienvertreter auch zum Hausverbot für Journalisten bestimmter Medien aus dem Weißen Haus in Washington. "Ich freue mich, dass ihr alle hier seid", sagte er einem Korrespondenten des US-Senders CNN. Eine gute Medienberichterstattung sei überall und für alle notwendig, so Leo XIV., "und ich halte sie für sehr wichtig". CNN war wie zwei weitere Medienhäuser von dem mittlerweile ausgesetzten Ausschluss betroffen gewesen.
Papst Leo XIV. hat an diesem Freitag seine viertägige Frankreich-Reise begonnen. Am Vormittag wird er zunächst im Pariser Élysée-Palast empfangen und trifft Staatspräsident Emmanuel Macron sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Anschließend steht ein Besuch am Sitz der Weltkulturorganisation Unesco auf dem Programm. Am frühen Abend ist ein Gottesdienst in der Kathedrale Notre-Dame geplant. Danach folgt ein Abendgebet mit mehreren Zehntausenden jungen Menschen im Stade de France.
Leo XIV. beginnt viertägige Frankreich-Reise - Am Freitag Treffen mit Präsident Macron, Besuch bei Unesco und Vesper in wiederaufgebauter Kathedrale Notre-Dame