Übliche "Papst-Abteilung" im römischen Gemelli-Spital wird laut italienischem Medienbericht derzeit renoviert
Rom, 13.10.2026 (KAP) Anders als seine Vorgänger wird Papst Leo XIV. in den kommenden Tagen nicht in der üblichen "Papst-Abteilung" der römischen Gemelli-Krankenhauses untergebracht sein. Wie die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Dienstag berichtete, wird dieser aus mehreren Räumen und einer Kapelle bestehende Bereich derzeit renoviert. Zuletzt hatte der an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankte Papst Franziskus (2013-2025) dort im Februar und März 2025 fünf Wochen verbracht.
Wie die Zeitung weiter berichtete, wurden im Gemelli-Spital auf derselben Etage neue Räume für Papst Leo XIV. hergerichtet. Auch sie sind demnach durch strenge Zugangskontrollen der vatikanischen Gendarmerie abgeschirmt. Sicherheitsbeamte in Uniform und in Zivil kontrollierten zudem die Umgebung und den Eingangsbereich des Krankenhauses.
Andere Sicherheitsmaßnahmen beinhalten dem Bericht zufolge ein selektives Flugverbot in der Umgebung des Spitals, das Dienstagfrüh in Kraft treten sollte. Um die Patientendaten des Papstes gegen Hacker-Angriffe zu schützen, würden diese in besonderer Weise digital verschlüsselt.
"Policlinico Universitario Agostino Gemelli"
Das "Policlinico Universitario Agostino Gemelli" ist das akademische Lehrkrankenhaus der Katholischen Universität "Sacro Cuore" in Rom. Das Klinikum nahm seinen Dienst 1964 auf; es gilt als eines der besten Krankenhäuser Roms. Seinen Namen verdankt es dem Mediziner und Psychologen Pater Agostino Gemelli (1878-1959).
Nach dem plötzlichen Tod von Johannes Paul I. im Jahr 1978 wurde im zehnten Stock des Spitals ein eigenes Appartement für Päpste reserviert. Bis dahin wurden sie im Fall einer Erkrankung im Vatikan oder am Sommersitz Castel Gandolfo medizinisch behandelt.
Papst Johannes Paul II. wurde am 13. Mai 1981, nach dem Attentat auf dem Petersplatz, ins Gemelli gebracht. Danach suchte er die Klinik noch mehrere Male wegen unterschiedlicher Erkrankungen und Operationen auf, bevor er am 2. April 2005 im Vatikan starb. Auch Papst Franziskus war mehrfach im Gemelli-Spital in Behandlung.