Film zeichnet Leben des 2025 heiliggesprochenen Jugendlichen nach - Mutter Antonia Salzano am 21. November in Wien - Auch Kinofilm und Serienepisode über ersten heiligen Millennial
Wien, 04.11.2026 (KAP) Das Leben des 2025 heiliggesprochenen Carlo Acutis (1991-2006) steht im Mittelpunkt einer neuen Ausgabe der ORF-Reihe "True Story". Die Dokumentation "Carlo Acutis - Der Influencer Gottes" ist am Donnerstag, 5. November, um 20.15 Uhr auf ORF 1 sowie auf ORF ON zu sehen. Der Film von Regisseurin Biljana Petrovic begibt sich in Assisi, Mailand und im kärntnerischen Wolfsberg auf die Spuren des italienischen Jugendlichen, der im Alter von 15 Jahren an Leukämie starb und heute weltweit als erster Heiliger der Millennials verehrt wird.
Die Dokumentation zeichnet anhand von privaten Erinnerungen, bislang unveröffentlichten Fotografien und persönlichen Videos ein Porträt des Jugendlichen zwischen Computerprogrammierung, Videospielen und religiösem Glauben. Seine Mutter Antonia Salzano Acutis, ehemalige Lehrkräfte und sein behandelnder Arzt erinnern sich an einen hilfsbereiten, tiefgläubigen Jungen, der zugleich ein ganz normaler Teenager gewesen sei. Auch Pilgerinnen und Pilger kommen zu Wort. Sie berichten von Trost, Hoffnung und Heilungen, die sie auf seine Fürsprache zurückführen. Junge Menschen wiederum finden in Acutis ein Vorbild, das ihre eigene Lebenswelt mit der katholischen Tradition verbinde.
Neben der persönlichen Annäherung beleuchtet der Film auch die Fragen hinter der wachsenden Verehrung. Der Religionswissenschafter Franz Winter und die Theologin Claudia Paganini ordnen ein, wie Heilige entstehen, welche Rolle soziale Medien spielen und welche Hoffnungen die Kirche mit Carlo verbindet. Kritisch hinterfragt werden auch antijüdische Überlieferungen in den von Acutis gesammelten Wundergeschichten sowie das Geschäft mit dem Glauben.
Carlo Acutis wurde 1991 in London geboren und wuchs in Mailand auf. Schon als Kind zeigte er großes Interesse an Computern und digitalen Medien. Mit neun Jahren begann er zu programmieren, später entwickelte er eine Internetseite, auf der er eucharistische Wunder aus aller Welt dokumentierte. Seine technischen Fähigkeiten wollte er bewusst für die Verbreitung des Glaubens einsetzen. Zugleich engagierte er sich für Arme und Obdachlose, besuchte regelmäßig die Messe und pflegte eine besondere Verehrung der Eucharistie. Acutis wurde 2020 von Papst Franziskus selig- und am 7. September 2025 von Papst Leo XIV. heiliggesprochen.
Weitere Filme und Wien-Besuch der Mutter
Auch im Kino wird Acutis demnächst zum Thema: Der Dokumentarfilm "Der Millennial-Heilige" kommt ab 19. November in deutscher Synchronfassung in Kinos in Deutschland und Österreich. Anhand von Familienaufnahmen, privaten Videos und persönlichen Erinnerungen zeigt er Acutis als Sohn, Freund und ganz normalen Jugendlichen zwischen Videospielen, Computerprogrammierung und Glauben.
Die Mutter von Carlo Acutis, Antonia Salzano Acutis, begleitet mehrere Premieren persönlich. Nach Berlin und Köln kommt sie am 21. November nach Wien. In der Pfarre Emmaus am Wienerberg (Tesarekplatz 2, 1100 Wien) findet um 16 Uhr eine mehrsprachige Messe zu Ehren des Heiligen statt, um 17 Uhr folgt eine Begegnung mit seiner Mutter. Um 19 Uhr wird der Film im Hollywood Megaplex Gasometer (Guglgasse 43, 1110 Wien) gezeigt. Für Messe und Begegnung ist keine Anmeldung erforderlich, für die Filmvorführung sind Kinokarten nötig.
Eine weitere filmische Annäherung an Acutis entstand in den USA: Francesca Scorsese, Tochter des Starregisseurs Martin Scorsese, drehte für die zweite Staffel der Dokureihe "Martin Scorsese Presents: The Saints" eine Episode über den Jugendlichen. Es war dies ihr erstes TV-Regieprojekt. Sie bezeichnete Acutis als einen "Influencer", der seine digitale Reichweite ausschließlich für positive Anliegen genutzt habe. Auch Martin Scorsese zeigte sich beeindruckt davon, dass der Jugendliche seinen Glauben ohne moralische Überheblichkeit gelebt habe.