Deutschstämmiger Katholik sprach laut Vatikanmitteilung mit vatikanischem Außenminister Gallagher auch über Migration und Geburtenrückgang
Vatikanstadt, 04.11.2026 (KAP) Chiles Staatspräsident Jose Antonio Kast ist am Mittwoch von Papst Leo XIV. In Audienz empfangen worden. Wie das vatikanische Presseamt weiter mitteilte, traf Kast anschließend mit dem vatikanischen Außenminister, Erzbischof Paul Richard Gallagher, zusammen. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin war nicht anwesend. Er absolvierte am selben Tag einen innerkirchlichen Jubiläumstermin in der apulischen Stadt Molfetta.
Der deutschstämmige Katholik Kast sprach laut Vatikanmitteilung mit Erzbischof Gallagher über regionale und internationale Fragen. Ein besonderer Schwerpunkt habe auf den Themen Migration und Geburtenrückgang gelegen.
In das vergleichsweise wohlhabende Chile wandern alljährlich Tausende Migranten aus ärmeren Ländern wie Bolivien oder Venezuela ein. Bei vielen ist der rechtliche Status ungeklärt. Kast hatte die Wahl zum Präsidenten im Jahr 2025 unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, hart gegen illegale Immigration vorzugehen. Mit einer Fertilitätsrate von 1,1 ist Chile zugleich eines der geburtenärmsten Länder Lateinamerikas.
Kast besuchte den Papst in Begleitung seiner Gattin Maria Pia Adriasola, mit der er neun gemeinsame Kinder hat. Nach dem Besuch im Vatikan berichtete Kast im chilenischen Fernsehen, Leo XIV. kenne Chile aus seiner Zeit als Ordensoberer sehr gut, damals habe er mehrere chilenische Städte besucht. Über Pläne für einen möglichen Papstbesuch in Chile machte Kast keine konkreten Angaben. Bei seiner am Freitag beginnenden Südamerikareise besucht Papst Leo XIV. mit Argentinien und Peru zwei Nachbarländer Chiles.