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Mexikanischer Priester drei Tage lang gefoltert

04.11.2026 14:56
(zuletzt bearbeitet am 04.11.2026 um 15:56 Uhr)
Mexiko/Menschenrechte/Entführung/Kirche/Folter
Pfarrer im Bundesstaat Sinaloa wurde entführt, geschlagen und verbrannt - Diözese fordert konkrete Ergebnisse im Kampf gegen Gewalt
Mexiko-Stadt, 04.11.2026 (KAP) Ein katholischer Priester ist im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa entführt und drei Tage lang gefoltert worden. Clemente Morales Topete, Pfarrer der Gemeinde Jesucristo Resucitado in Culiacán, sei bedroht, geschlagen und an mehreren Körperstellen schwer verbrannt worden, teilte die zuständige Diözese Culiacán mit; zugleich sei man erleichtert, dass der Geistliche mit dem Leben davongekommen ist. Die Ermittlungen sind laut Angaben im Gange.

Morales war am 24. Oktober entführt und an einen unbekannten Ort gebracht worden. Seine Entführer hätten wiederholt mit dem Tod gedroht und Informationen verlangt, über die er nicht verfügt habe. Am 27. Oktober kehrte der Priester aus eigener Kraft zurück und fuhr mit seinem Auto zum Pfarrhaus. Wegen zahlreicher Verletzungen und schwerer Verbrennungen wurde er in eine Klinik gebracht. Es bestehe keine unmittelbare Lebensgefahr, sein Gesundheitszustand entwickle sich günstig, hieß es. Die Genesung werde jedoch Zeit und umfassende medizinische sowie auch psychologische Betreuung erfordern.

Ortsbischof Jesús José Herrera Quiñónez verurteilte die Tat und forderte von den Behörden konkrete Fortschritte, vor allem bei der Bekämpfung von Gewalt, bei der Sicherheit der Bevölkerung, bei der Suche nach Vermissten und auch bei der Strafverfolgung. An die Täter appellierte er, ihre Gewalt zu beenden: "Kein menschliches Leben ist entbehrlich." Die Diözese verzichtete darauf, mögliche Täter oder Motive zu benennen. "Wir wollen keine Spekulationen nähren und niemanden ohne Beweise beschuldigen", so Herrera.

Besorgt zeigte sich der Bischof über die anhaltende Gewalt in Sinaloa. Seit Jahren stünden Entführungen, gewaltsame Todesfälle und das Verschwinden von Menschen an der Tagesordnung. "Reden und Statistiken reichen nicht aus, um den Frieden wiederherzustellen", mahnte er. Auch dürfe die Rückkehr des Priesters nicht das Schicksal jener Menschen vergessen lassen, die weiter vermisst werden.
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